Das Haushaltskonto

Urlaub auf Balkonien heißt im Hause Zaster nicht nur auf der faulen Haut rumliegen. Da wir unsere Zeit am liebsten in den eigenen vier Wänden verbringen, sollen diese auch schön sein. Momentan wird also gestrichen. Aktuell ist der Flur dran. Das bisherige dunkle Braun stammt noch aus der Vor-Pfennigfüchsin-Ära (schlimm, was Jungesellen ihren Wänden farbtechnisch antun können) und  wird nun gegen eine sanfte Sand-Farbe ersetzt.

Habe ich eigentlich mal erwähnt, dass das Erste, was ich getan habe, als ich zu Herrn Zaster gezogen bin, ein Zimmer altrosa zu streichen war? Herr Zaster weiß bis heute nicht so recht, was er davon halten soll, aber ich versichere ihm immerzu, dass er die Farbe ganz wundervoll findet. 😉

Na jedenfalls sind solche Arbeiten an der eigenen Wohnung mit Kosten verbunden. Diese werdet ihr in meiner Abrenchung für den April jedoch nicht finden. Warum, fragt ihr? Weil wir für solche Fälle ein gesondertes Haushaltskonto haben.

Anstatt Kassenbons auseinander zu rechnen (nervig) oder darauf zu achten immer abwechselnd zu bezahlen (wer hat doch gleich zuletzt bezahlt? 😕 ), haben wir uns vor einigen Monaten entschlossen ein separates Girokonto bei der DKB zu eröffnen. Das Schöne dort ist, dass man zwei Kontoinhaber angeben kann und beide jeweils eine eigene EC-Karte und VISA-Karte bekommen. Keine Kontoführungsgebühren. Online-Banking geht natürlich auch und es werden keine Kontoauszüge kostenpflichtig per Post zugeschickt (das hat mich damals bei der Sparkasse ja immer rasend gemacht).

Wir haben beide einen Dauerauftrag eingerichtet, der monatlich 175€ pro Kopf auf das Haushaltskonto überweist und den ich mit zu meinen Fixkosten zähle. Von diesen insgesamt 350€ im Monat zahlen wir nicht nur Lebensmittel für zwei Personen mit ausgewachsenem Sportler-Appetit, sondern eben auch die Kosten kleinerer Renovierarbeiten, wie Wandfarbe und Rollen, Putzartikel und was sonst noch so an gemeinschaftlichen genutzten Haushaltswaren so anfällt.

Ich weiß ehrlich gesagt nicht, ob diese Summe für einen Zwei-Personen-Haushalt viel, wenig oder durchschnittlich ist. Manchmal habe ich das Gefühl, dass wir recht viel für Lebensmittel ausgeben, weil Herr Zaster doch immer wieder gerne bei den teureren Bio-Artikeln zugreift. Im Durchschnitt gehen bei uns 300 der 350€ monatlich für Lebensmittel drauf. Das würde ich gerne reduzieren, aber ich esse sehr gerne Fleisch und meine bessere Hälfte besteht bei Fleisch ganz besonders auf Bio. Eine teuere Kombination.

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Anton @ finanzielle-freiheit-passives-einkommen.eu

Da sag ich doch mal Willkommen im DKB – Club. Wir haben auch ein Haushaltskonto, auf das meine Frau und ich monatlich einen prozentual gleichen Anteil unseres Gehalts einzahlen. Hiervon wird dann alles bezahlt, was einen 4 köpfige Familie im Monat so zu Leben braucht. Einmal im Jahr machen wir „Kassensturz“ Der Überschuss wird dann je zur Hälfte auf das Urlaubskonto und das Sparkonto überwiesen.

Gruß
Anton

JustDoIt2
JustDoIt2
9 Jahre zuvor

Man könnte ja auch gemeinsam wirtschaften, wenn es schon eine 4köpfige Familie gibt. Besser für die Übersicht. Statt 3 Konten nur zwei bzw. besser sogar nur eines. Vielleicht gibt es aber ja auch einen plausiblen Grund. Abgesehen davon verstehe ich den Sinn dieser „Haushaltskonten“ ohnehin nicht. Ich spare einfach am Anfang jeden Monats einen festgelegten Betrag und der Rest, der auf dem Konto verbleibt muss dann fürs Leben reichen.

Anton @ finanzielle-freiheit-passives-einkommen.eu
Reply to  JustDoIt2

Nun ja, dass ist bei uns historisch gewachsen. Jeder hat sein eigenes Girokonto, auf das jeweils das Gehalt eingeht. Hiervon werden dann -natürlich gleich zum Monatsanfang- die anderen Konten bedient … zum einen das Haushaltskonto und zum anderen das Sparkonto. Mit dem restlichen Geld auf seinem Girokonto kann jeder machen was er will.
Gruß Anton

Ulrich
Ulrich
9 Jahre zuvor

Mir würde auch 1 Konto für alles reichen, aber dem Finanzamt und den Gerichten leider nicht. Da werden größere Geldeingänge auf dem Gemeinschaftskonto dann weltfremderweise zu Schenkungen:

http://www.anwalt.de/rechtstipps/eheleute-raus-aus-der-oder-konto-steuerfalle_031709.html

Daher 1 Konto pro Partner und 1 Gemeinschaftskonto.

Fruchtwein
9 Jahre zuvor
Reply to  Ulrich

Wow, das ist krass. Ich weiß schon warum ich weg bin… – das Land der Neider und Sozialisten. o.O

Wenn Du Ehegattensplitting anwendest, wird doch eh der Gesamtbetrag der Einkünfte auf die Ehepartner verteilt und als Einkommen versteuert, wie kann es dann eine Schenkung sein?

Ex-Studentin
Ex-Studentin
9 Jahre zuvor

Wir haben auch ein Gemeinschaftskonto (Postbank), wo wir Miete und Haushaltsgeld überweisen. Miete zahle ich mehr, da mein Freund nach seinem Studium gerade noch eine Ausbildung dran hängt. Beim Haushaltsgeld hatten wir mit 250€ pro Kopf sehr hoch gegriffen und sind nun bei mittlerweile bei 150€ pro Person, was bei uns aber auch noch zu viel ist. Aktuell lassen wir das überschüssige Geld auf dem Konto, um davon dann eben mal einen Urlaub, was für die Wohnung oder ähnliches finanzieren zu können. Auf ein separates Konto für mich alleine könnte ich (aktuell eh unverheiratet) nicht verzichten. Das ist für mich ein Stückchen Privatsphäre und auch Unabhängigkeit. Und auch wenn es unromantisch klingt: Falls man sich in 51089 Jahren mal trennen sollte, ist es auch etwas unkomplizierter. Wir witzeln manchmal darüber, dass wir uns alleine wegen der gemeinsamen Möbel eh nicht trennen werden, weil das viel zu anstrengend ist zu klären, wer was bekommt. Wenn man mal Kinder hat und es nur ein Einkommen gibt, denke ich vielleicht mal anders über das Thema Konto. Meine Eltern haben zum Beispiel nur ein gemeinsames.

Ex-Studentin
Ex-Studentin
9 Jahre zuvor

Ich bin gerne auf alles im Leben vorbereitet und habe, wenn ich drüber nachdenke, das heimliche Motto „flexibel bleiben“. Zwar glaube ich naiverweise trotzdem an die Liebe fürs Leben (zufälligerweise habe ich mit meinem ersten Freund gleich einen Treffer gelandet), aber trotzdem hat man ja auch noch Interessen als Einzelperson. Das zeigen deine Beispiele ganz gut.

In meinem Bekanntenkreis gibt es recht unterschiedliche Finanzsituationen. Da gibt es alles von: Die Hausfrau muss den Mann um jeden Euro anbetteln, da er lieber für sein neues Auto spart bis hin zu gemeinsame Finanzen, obwohl man nicht mal verheiratet ist. Sich in einer Partnerschaft wegen jedem Euro, wie bei deinen Großeltern, hinterher zu rennen, finde ich seltsam. Aber wenn beide es so wollen, ist das natürlich ihre Sache. Mein Freund und ich zahlen z.B. beim Essengehen in etwa abwechselnd oder schmeißen halt das Geld irgendwie zusammen, so wie wir gerade Bares im Geldbeutel haben. Vor allem geht es bei sowas meist nur um kleinere Beträge. Würde ich Haushaltsbuch führen, wäre das wohl unter dem Posten „Sonstiges/Ich habe keine Ahnung, was mit dem Geld passiert ist.“ gelistet.