Vorsätze für 2015

Jahresvorsätze sind für mich da, um mein großes Hauptziel in viele kleine bewältigbare Häppchen zu unterteilen. Ich habe sie ambitioniert aber nicht unmöglich gestaltet. Wenn Vorsätze gut gewählt sind, dann schafft man es, sie grade so zu erreichen. Wenn ich im Oktober schon sage, dass ich hinter jeden Punkt ein Häkchen setzen kann, dann habe ich meine Ziele ebenso falsch gewählt, wie wenn ich sie gar nicht erfüllt hätte.

Finanzielle Ziele

  1. Ein Bafög-Tilgungskonto einführen und monatlich mindestens 311€ einzahlen.
  2. Gehaltserhöhung von mindestens 5% anstreben.
  3. Notfallgroschen zurücklegen: 1.805€
  4. Durchschnittliche Sparquote: 60%
  5. Besonderes Sparziel: 20.000€
  6. Drei neue Wege erschließen dauerhaft Geld zu sparen.

Betreff: Bafög-Tilgung

Ende 2016 steht meine Bafög-Rückzahlung an. Ich muss eigentlich die maximal mögliche Summe zurückzahlen: 10.000€. Ist man jedoch in der Lage, auf einen Schlag seine Schulden beim Staat zu begleichen, sind es „nur noch“ 7.151€. Leider immer noch ein ganzer Batzen Geld, aber im Gegensatz zu den 10.000€ eine „Ersparnis“ von 28,5%. Da will ich mich also nicht lumpen lassen und fange jetzt schon an, brav jeden Monat 311€ zurückzulegen. Ich habe auch eine nette Idee, wie ich das auf dem gesonderten Tagesgeldkonto liegende Geld bis dahin noch etwas vermehren kann, aber ich schaue erstmal wie die Idee läuft, bevor ich einen Beitrag dazu verfasse.

Betreff: Gehaltserhöhung

Irgendwann lässt sich einfach nicht noch mehr Sparen. Das einzige, was die Sparsumme dann konsequent noch weiter in die Höhe treiben kann, ist eine Steigerung des aktiven Gehalts. Ich will damit nicht sagen, dass ich nicht noch mehr zurücklegen könnte, aber mit einer angestrebten durchschnittlichen Sparquote von 60%, bin ich eigentlich schon recht weit vorne mit dabei in der Sparer-Gemeinschaft. Und ich will ja schließlich nicht von Fräulein Bescheiden zu Fräulein Billig mutieren. Eine Gehaltserhöhung von 5% würden für mich ein Jahresgehalt von etwa 47.500€ bedeuten. Das wäre schon ganz nett für eine Berufsanfängerin. Ich hatte neulich ein Gespräch mit meinem Projektleiter und er hat noch einige sehr konstruktive Verbesserungsvorschläge gebracht, die ich jetzt mit vollem Tatendrang durchsetzen möchte. Mit etwas Glück werde ich dann zum Oktober befördert und dann wären die 5% locker drin.

Betreff: Notfallgroschen

Jaja, immerzu ist von der optimalen Höhe des Notfallgroschens (Emergency Fund) die Rede. Ich habe für mich entschlossen, dass ich auf lange Sicht das 6-fache meiner monatlichen Fixkosten zurücklegen möchte. Aktuell belaufen die sich auf etwa 602€, das würde dann also für 6 Monate ca. 3.610€ machen. Dieses Jahr möchte ich die Hälfte davon zurücklegen. Für mich und meine Lebenssituation ist das die optimale Summe. Das würde es mir ermöglichen, ohne jede weitere Einnahmequelle 3 Monate lang zumindest meine laufenden Rechnungen zu decken. Selbst wenn meine Haupteinnahmequelle wegfiele bliebe mir immer noch meine Nachhilfe und was mir sonst noch so als Einnahmequelle einfällt, um  meine Spaßausgaben zu decken.

Da ich noch bis Ende 2016 in einem festen Projekt disponiert bin, reicht es, wenn ich die kompletten 3.610€ erst nächstes Jahr in Angriff nehme.

Betreff: Sparquote

Ich möchte am Ende des Jahres sagen können, dass ich 60% meines Gehalts gespart habe. Das ist recht ambitioniert, da Herr Zaster und ich jedes Jahr einen größeren Urlaub machen und noch ein paar neue Möbel für die Wohnung bräuchten. Ambitioniert aber machbar, mein wahrscheinlich am schwersten durchzuführender Vorsatz und der, auf den ich wahrscheinlich am stolzesten sein werde, wenn ich ihn durchziehe.

Betreff: 20.000€ 

Nichts Tiefsinniges. Einfach nur eine schöne runde Summe, die ich am Ende des Jahres gerne hätte.

Betreff: Drei Wege zum Geld sparen

Zwei Ideen habe ich schon. Zum einen habe ich einen UNFASSBAR (!!!!X&$%ZZ&§§$§$XP) teuren Handyvertrag der mich jeden Monat 27 Tacken kostet. Was die Sache so behämmert macht ist, dass ich ein Arbeitshandy habe, wo alle meine Kosten gedeckt sind. Ich verschenke also jeden Monat grundlos 27€. Naja, nicht ganz grundlos, ich bin dummerweise bis Mitte 2016 vertraglich gebunden. Aber ich werde mal ein bisschen bei meinem Anbieter rumnerven und schauen, ob ich da rauskomme. Die andere Idee ist die Krankenkasse zu wechseln. Meine aktuelle hat einen Zusatzbeitrag von 0,8%. Ich habe mir jetzt eine rausgesucht, welche die für mich relevanten Leistungen ebenso gut abdeckt und dabei aber nur einen Zusatzbeitrag von 0,4% hat. Das macht bei meinem Gehalt einen unterschied von 9€ monatlich oder eine Ersparnis von 108€ jährlich. Kleinvieh macht auch Mist und warum grundlos Geld verschenken? Vor allem mit steigendem Gehalt, wird sich das weiter rentieren.

Abonnieren
Benachrichtige mich bei
guest
11 Comments
Oldest
Newest Most Voted
Inline Feedbacks
View all comments
trackback

[…] soll’s, so lange ich im Durchschnitt bei 60% lande, werde ich meinen Jahresvorsatz erfüllen […]

trackback

[…] Für Januar und Februar bin ich jetzt im Schnitt bei 57,5% Sparquote, was knapp unter meiner Jahres-Zielquote von 60% liegt. Noch ist kein Grund zur Sorge, das Jahr ist lang, aber im nächsten Monat werde ich […]

Maik
Maik
9 Jahre zuvor

Hallo Sparfuechsin,

bist du sicher, dass du weniger als 10.000 Euro an Bafoeg zurückzahlen musst? Die Bafoegschulden sind bei 10K gedeckelt, das ist zwar richtig, die Reduzierung bei sofortiger Rückzahlung bezieht sich aber auf deine ursprünglichen Schulden die eventuell mehr als 10K betragen. Nur wenn du nun unter die 10K fällst hast du überhaupt einen Vorteil durch die sofortige Rückzahlung.

Grüße,
Maik

pfennigfuechsin
9 Jahre zuvor
Reply to  Maik

Verfluchte Hacke. Du hast absolut recht! Da ich insgesamt über 30.000€ bekommen habe, muss ich 10.000€ blechen, sofortige Rückzahlung hin oder her. Na dann zahle ich die 10.000€ doch lieber in zinslosen Raten ab und lasse das Geld für mich arbeiten, anstatt alles auf einen Schlag zu zahlen.

Vielen lieben Dank für den Hinweis! 🙂

Linus
Linus
8 Jahre zuvor

Finanzielle Freiheit durch Aktienanlage:

Hast du dir schon mal überlegt, dass du bei einer durchschnittlichen Dividendenrendite von 3% pro Jahr etwa eine Million Euro benötigst, um von den Dividenden leben zu können? Ich behaupte mal, die meisten Leute würden das auch nicht mit sehr guter Disziplin schaffen.

Viele werden sich auch denken: Was ist das für ein Leben, ein Leben in Askese und Armut, nur um mit 65 die Million zu haben. Vorher schafft es ein Normalverdiener vermutlich nur mit Glück.

Linus
Linus
8 Jahre zuvor

Danke für deine Antwort.
Aber von Kurssteigerungen kann man nicht leben wenn man nicht verkaufen will und müsste bei Verkauf ja auch auf Dividenden verzichten.

Was du über „frugal living“ sagst, ist sicher richtig. Das ist aber eine sehr individuelle Lebensphilosophie. Was der eine als genügsam empfindet, ist für den anderen verschwenderisch oder Armut. Mann müsste es sich als Lebensziel setzen mit möglichst wenig Geld auszukommen. Da muss ich an meine Eltern denken. Die waren ihr ganzes Leben noch nie im Urlaub auf Reisen, sind glücklich mit ihrem Garten und ihrem uralt Röhren-TV mit ständigen Bild- und Tonausfällen.

Wobei, wenn ich mir deine genannten Ausgaben unter http://sauerkrautundzaster.com/category/sparquote ansehe, kommt mir das jetzt nicht so sehr sparsam vor. Du hast eben ein gutes Gehalt durch deinen Hauptjob und erreichst auch mit Nebenjobs eine Menge.

Romsdalen
8 Jahre zuvor

Klingt doch alles ganz gut. Ich musste nur an dieser Stelle schmunzeln:
… Aktuell belaufen die sich auf etwa 602€…
Nichts für ungut, aber die 2€ hättest Du ruhig auf- oder abrunden können. macht aber nichts, im Gegenteil: ich fühle mich erheitert 🙂

trackback

[…] ich aktuell genau mein Jahresziel erreichen. Nun steht allerdings noch der dicke Südafrika-Urlaub bevor, der mir ein ordentliches […]